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Diary 2005
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| 17.Oktober 2005 - Good Bye Kreta |
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Nach 1,5 Monaten Tierschutzarbeit vor Ort in Kreta bin ich wieder zurück in der Schweiz.
Es war eine sehr bewegende, intensive Zeit. Arbeiten unter widrigen Umständen, in einem Land mit einer anderen Mentalität als der unseren und vielen Eindrücken welche oft schwer zu verarbeiten waren.
An dieser Stelle möchte ich allen, welche mitgelitten, sich mitgefreut und uns unterstützt haben ganz herzlich danken!
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17. Oktober - Letzter Tag
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Zum Glück war der heutige Tag zu stressig, als dass ich allzu sehr darüber nachdenken konnte, dass ich Chania und Umgebung nun wirklich verlasse. Das Bereitstellen der Boxen, die 2 stündige Autofahrt bis nach Heraklion und das anschliessende Einchecken hat mich genügend auf Trab gehalten. Auch habe ich am Flughafen noch sehnlichst auf den Heraklion-Hund Bettina gewartet, welche mir abflugbereit übergeben wurde. Am meisten Sorgen habe ich mir wegen Bosco gemacht, da er trotz des üblich verabreichten Beruhigungsmittels sehr unruhig in der Flugbox war. Nach einem relativ ruhigen Flug konnte ich am Flughafen Kloten nach den üblichen Formalitäten endlich einreisen wo mich schon Unterstützung erwartete. Bosco war zu unser aller Erstaunen der Erste welcher schon am Flughafen wieder topfit war und dann auch zügig aus der Box geholt wurde.
Der Werdegang unserer Tiere wird dokumentiert, bleiben Sie dran!
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| 16. Oktober - Last Minute |
| Letzte Vorbereitungen auch für mich. Morgen fliege ich mit 'meinen' Hunden zurück in die Schweiz. Mitkommen werden natürlich Bosco und Elia, sowie Bettina aus Heraklion. Letzte Impressionen aus dem Hundehaus in Chorafakia, wo auch schon wieder ganz süsse Welpen von tierlieben Touristen abgegeben wurden. |
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| 15. Oktober - Abschied |
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Die ersten Hunde, welche heute mit uns in die Schweiz ausreisen. Claudia nimmt die Kampfratten mit. Mira, E.T. und Pelvis. Wir freuen uns ganz besonders, dass Pelvis in Kloten schon von seinem neuen Frauchen in Empfang genommen wird. Gut Flug dann! |
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| 14. Oktober - Drunter und Drüber |
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Super Stimmung im Infoladen, alles tobt und spielt heute ausgelassen. Wir freuen uns, dass Ela ein neues Zuhause gefunden hat und Ihre Besitzer ein wirklich tolles 'Andenken' aus Kreta mit nach Hause nehmen. |
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| 13. Oktober - Entwischt |
| Wir wissen, dass entlang einer befahrenen Landstrasse immer wieder Hunde ausgesetzt werden. Heute machen wir uns mit genügend Futter auf nach Rethymno. Eine alte, träge Hündin sitzt auf dem LKW Parkplatz. Nach einigem Warten entdecken wir auch noch ein zweites Tier, welches jedoch immer wieder davonläuft. Bevor der junge Hund aus Angst auf die befahrene Strasse rennt, treten wir sicherheitshalber den Rückzug an. Ausser Zufüttern können wir in solchen Situationen meist nicht mehr ausrichten. |
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Linda dagegen war heute erfolgreicher. Sie hat Percy erwischt, ein ca. 7 Jahre alter Jagdhund, auf einem Auge blind. Wieder ein Problemfall mehr, langsam geht die Saison zu Ende, das bedeuted, immer weniger Flüge, bzw. mögliche Flugpaten, ältere Tiere sind schwerer zu platzieren und das Auge muss unter Umständen sogar operativ entfernt werden. |
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| 12. Oktober - Vandes ist frei |
| Auf dem Weg nach Souda läuft uns Elia in die Arme. Das Tier ist sehr erschöpft, hungrig und rührend dankbar. Wir beschliessen Elia mitzunehmen, verfrachten ihn in der Box im Auto, in welcher er sich auf Anhieb sicher fühlt und einschläft. Wir erledigen danach unsere Fütterungstour am Hafen. |
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Vortschritte auch bei Bosco. Er erholt sich zunehmends von seinen Verletzungen und fasst langsam Vertrauen. Auch die Begegnung mit der Schäferhündin verläuft gut. Mit anderen Hunden ist er sehr verträglich, gibt sich in seiner vollen Grösse und hält seine Rute hoch, was wir leider in Gegenwart von anderen Menschen bei ihm noch nicht beobachten konnten. |
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Nach einigen Schwierigkeiten bin ich überglücklich, als ich Vandes endlich in den Armen halten kann.
Er ist wahnsinnig zutraulich und freut sich über jede noch so kleine Aufmerksamkeit.
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| 11. Oktober - E.T.'s Beinchen |
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Wir sorgen uns immer noch um E.T. Ihre kleinen Beinchen, verbiegen sich trotz Kalziumzugabe immer mehr. Wir sind alle ein wenig ratlos. Die immer krummer werdenden Beinchen scheinen die Kleine jedoch nicht gross zu behindern. Wir beschliessen, dass wir E.T. auch mit in die Schweiz nehmen und sie von einem Spezialisten untersuchen lassen. |
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Die kleine Pelvis ist ein richtiger Sonnenschein. Genau wie E.T. wurde auch sie aus einem fahrenden Auto geworfen und hat sich dabei die Hüfte gebrochen. Mittlerweilen merkt man der verspielten kleinen Hündin aber überhaupt nichts mehr davon an. |
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Bosco hält sich tapfer, er wurde heute fertig durchgeimpft und ist jetzt stolzer Besitzer eines Microchips. |
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| 10. Oktober - Back in Malaxa und Vandes |
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Bei der Fütterungstour in Malaxa und Vandes wollten wir uns eine Stelle ansehen, an der Silke vor Jahren eine grausige Entdeckung gemacht hat. Ein Kettenhund wurde bei lebendigem Leibe angezündet.
Als wir an dem Ort ankommen, fassen wir es nicht, es hängt wieder ein Hund an der selben Kette. Das völlig verängstigte Tier fasst jedoch zu Silke Vertrauen und kommt aus seinem Unterstand. Immer wieder unglaubliche Momente, wie völlig verängstigte, desorientierte, geschundene Tiere auf Silke reagieren, welche sonst garantiert bei niemandem so schnell ansprechen würden, wenn überhaupt...
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Alter Bekannter: der kleine Hund mit den von uns vermuteten eptileptischen Anfaellen. Diesemal hatte der Kleine keinen weiteren Anfall erlitten. Vermutlich war es beim erstenmal doch nur eine Überreaktion, weil er sich so sehr über unseren Besuch gefreute. Es ist schon sehr herzzerreisend. Unser Entschluss steht fest, der ausserordentlich freundliche, ca. 1 jährige Rüde, muss dort weg. Morgen werden wir Vandes (wir werden ihn nach der Ortschaft benennen) abhängen und direkt zum Tierarzt-Check fahren. Nicht ganz ungefährlich. Einige Anwohner schrecken auch nicht davor zurück, gegenüber Frauen handgreiflich zu werden, wenn man die halbverhungerten Tiere abhängt. |
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| 09. Oktober - Day Off |
| Wir machen zum ersten Mal den ganzen Tag frei. Ausschlafen, gut Essen und nett Ausgehen... |
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| 08. Oktober - Happy Day |
| Happy, 'unser' Hund, flog heute nach Deutschland. Nachdem uns Happy während dem hitzigen Treiben im Hafen von Souda geradezu panisch ins Auto gesprungen ist, war er so glücklich, als er mitdurfte, dass wir ihn spontan Happy getauft haben. Er wich uns in den vergangenen Tagen nicht mehr von der Seite. Der kleine Strubel, mit dem aussergewöhnlichen lustigen Bellen, kann rein gar nichts mit anderen Hunden anfangen, ist extrem auf Menschen (vorallem uns zwei;) fixiert. Er hat sich in der kurzen Zeit super entwickelt, lief gut und gerne an der Leine mit, sass brav auf dem Fussboden im Auto und schlief selig auf seiner Kuscheldecke zwischen unseren Betten, Hauptsache er darf auch dabei sein. Wir hoffen, dass er ganz bald einen super Platz als Einzelhund bekommen wird, wo der neue Besitzer dem kleinen, liebesbedürftigen Charakterhund gerecht wird. Ich kann nur sagen, dass ich absichtlich nicht mit zum Flughafen gefahren bin, da ich ihn sonst im letzten Moment doch wieder aus der Box geholt und behalten hätte... |
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| Auch waren wir wieder bei Joy und möchten nochmals ihre süssen Kätzchen vorstellen, welche mittlerweilen ein ganzes Stück grösser sind und immer noch auf gute Plätzchen warten. |
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| Vortschritte auch bei Bosco. Ich konnte heute zum ersten Mal seit seiner Beinverletzung eine kleine Runde an der Leine mit ihm gehen. Für diesen Hund scheint jedoch alles Neuland zu sein, Laufen an der Leine, laute Geräusche, Fressen aus einem Napf, Streicheleinheiten, usw. Dank Joy's einfühlsamer Betreuung hat er auch schon ein wenig an Gewicht zugelegt. Die Angst vor Menschen ist immer noch sehr gross und wir können nur erahnen, was man diesem Tier angetan hat. Zum allerersten Mal hat sich Bosco heute am Zaun aufgerichtet und uns winselnd nachgeschaut, als wir wieder weiter mussten. Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass dieses Tier, auch aufgrund seines jungen Alters, eine zweite, wirkliche Chance verdient hat. |
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| 07. Oktober - Das städtische Tierheim in Heraklion |
| Wir machen uns wieder mal auf nach Heraklion, ganze 4 Stunden hin und zurück. Dieses Mal will Silke uns das offizielle 'Tierheim' in Heraklion zeigen. Wir beladen das ganze Auto mit Futter, da dies anscheinend dort Mangelware sei. Wir fahren soweit in die Berge raus, dass man glauben kann, hier gibt es kein Leben mehr. Keine Beschilderung weist auf das einzige, offizielle, städtische Tierheim Heraklion hin. |
| Es gibt keinen Strom, der Generator wurde geklaut. Keine wirklichen Ausläufe, 4 Angestellte. Dorothea, eine in Griechenland lebende Deutsche arbeitet seit einem halben Jahr hier und klärt uns über die Um-, Missstände auf. Der Auftrag der Stadt, kastrieren und wieder aussetzen. Also wieder kein eigentliches 'Tierheim'. Verletzte Tiere werden erst gar nicht aufgenommen. Von hier kommt zum Beispiel auch unsere Sonja, wenn Dorothea und Silke nicht alle Hebel für sie in Bewegung gesetzt hätten, wäre sie eingeschläfert worden. Die Tiere bleiben meist nicht lange hier, es fehlt mal wieder an allem nur Erdenklichen. Selbst mir wird es hier zwischen einigen Hunden richtig heiss und ich bete, dass die Kette nicht reisst oder zu lang ist, viele dieser Hunde müssen eingeschläfert werden, das sie mittlerweilen eine Gefahr für Mensch und Tier darstellen. Nach schlimmen Vorgeschichten sind diese Tiere ohne Rudel verloren. Als Kampf- und/oder Wachhunde scharf gemacht, kann sich weder Mensch noch Tier mehr nähern. Da es an Zeit fehlt, sich mit den einzelnen Individuen auseinanderzusetzen, verkümmern diese Tiere hier in der Massen-, Kettenhaltung noch gänzlich. Aber trotzallem rührt es mich zu Tränen, wieviele mir freundlich gesinnt sind und wirklich eine Change hätten. Aber ausser Silke, welche immer wieder mal Futter vorbeibringt und hin und wieder einige Flüge organisieren kann, hilft hier sonst überhaupt niemand. Ganz nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn!
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| 06. Oktober - Dies und Das |
| Patchi und Elafi dürfen am Samstag nach München ausfliegen, deshalb werden sie natürlich vorher noch von uns fotografiert. |
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Diese drei supersüssen Katzen haben auch das Glück und dürfen zusammen nach Hamburg. |
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| Alle unserer anderen warten noch immer und fast täglich werden ganze Würfe bei uns abgegeben. Hier noch einmal einige Bilder aus der Karantäne. Es ist schon Wahnsinn, wenn man Morgens die Tier versorgt und erst Abends wieder reinschaut, kann man sicher sein, dass man neue Tiere vorfindet. |
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| Schöne Bilder auch mal wieder von Sonja. Wir sind mehr als glücklich über ihre, dann schlussendlich doch recht schnelle Genesung. |
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| Der hübsche Canello möchte auch mal aufs Bild und E.T. will nach Hause telefonieren... hoffentlich lässt sich bald ein Schönes für sie finden. |
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| 05. Oktober - Alter schützt vor Rausschmiss nicht... |
| Trauriger Fund, Methusalem. Der uralte Jagdhund, tierärztliche Schätzung ca. 14jährig, wurde rausgeschmissen. Er sieht fast nichts mehr, die Gelenke haben enorm gelitten und er ist mit grossen Geschwüren übersäht. Wir werden ihn noch ein paar Tage behalten, falls sich doch noch ein Besitzer melden sollte. Selbst wir glauben noch an Wunder... ansonsten wird Methusalem eingeschläfert. |
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| 04. Oktober - Happy ist happy |
| Schöne Bilder von einem überglücklichen Happy, welcher mit uns an den Strand durfte. Für Happy gilt, egal was, hauptsache er darf auch dabei sein. |
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| Dann gleich nochmals Good News. Das kleine Hündchen mit dem Becken-, Beinbruch und der amputierten Rute, welche jetzt Berta heisst, macht Vortschritte und kann schon wieder 'stehen'. |
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| 03. Oktober - Immer noch Dogsitting |
| Habe fast vergessen zu erwähnen, dass ich ja 'nebenbei' immer noch am Dogsitten bei Linda bin. Hier möchte ich unbedingt Smiley vorstellen. Er ist Lindas Pflegehund und sucht auch ein Zuhause. Nach einigen Tagen mit dem ca.6 jährigen Spitz-Husky Mix kann ich nur sagen, dass er ein sehr ausgeglichenes, ruhiges und schönes Tier ist, welchen ich idealerweise als Einzelhund bei älteren Menschen, welche auch nicht mehr allzu grosse Spaziergänge unternehmen, sehe. |
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| 02. Oktober - Tierarzt Tag |
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Bosco wird verladen. Trotz der Verletzung kooperiert er ganz gut und bleibt zu unser aller Erleichterung ruhig.
Joy hat sich bereiterklärt, Bosco vorläufig bei sich als Pflegehund aufzunehmen. Was er jetzt braucht ist Ruhe und sein Antibiotika. Wir hoffen, ihn mit uns in die Schweiz ausfliegen zu können. In Deutschland hat er als 'Kampfhund' praktisch keine Changen auf einen schönen Platz.
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Während unserem Tierarztbesuch möchten wir nun doch auch mal eine nette Geschichte dokumentieren. Dieser Grieche hat aus Versehen den Hund angefahren. Er hat seinen Beinbruch behandeln lassen und nimmt das kleine Hündchen nun auch noch bei sich Zuhause auf. Wir haben uns sehr über diese Geschichte gefreut, da wir ja sonst nur die Kehrseite zu sehen bekommen. |
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Dann ist auch noch Happy an der Reihe. Eine andere, deutsche Tierschutzorganisation hier auf Kreta, führt mit deutschen Tierärzten sporadisch Kastrationsaktionen durch. Die Tiere werden mit grossen, gelben Ohrmarkierungen wieder auf der Strasse ausgesetzt. Happy hat es auch erwischt. Als erstes lassen wir die Marke entfernen, da sich schon eine Infektion entwickelt hat. |
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| 01. Oktober - Drama in Souda |
| 'Meinen' Babies geht es super, sie gedeihen prächtig! |
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Bei unserer Fütterung im Souda Hafen, entdecken wir, dass der schöne Bosco am linken Vorderlauf verbissen wurde und eine grosse Schwellung entstanden ist. Durch die läufige Hündin ist die ganze Situation mehr als gefährlich und wir beschliessen zuerst mal Happy, den kleinen Strubel mitzunehmen, da er am gefährdesten ist. Für Bosco machen wir gleich für morgen einen Tierarzt Termin aus. |
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| 30. September - Verstärkung |
| Am Morgen dürfen Amber die wunderschöne Jagdhündin sowie Elvis und Priscilla ausfliegen. Den beiden kleinen Grossen wünschen wir alles Liebe und gutes Gedeihen. Für Amber wünschen wir uns einen Platz mit viel Ruhe, Verständins und Auslauf für das sanftmütige Tier. |
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| Verstärkung aus der Schweiz trifft ein, Claudia Nr.3 wird auch sogleich vom 'Flughafenhund' begrüsst. |
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| 29. September - Tina ist frei |
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Tina kann heute zum Kastrieren da ein Platz im Hundehaus freigeworden ist und wir sie auch bald nach Deutschland ausfliegen können. Wir freuen uns riesig, sie endlich von der Strasse wegzuholen und Tina springt zu unserer Verwunderung fast wie von alleine ins Auto. Dann räumen wir noch ihr 'Zuhause' ab, damit niemand auf die Idee kommt, dort wieder einen neuen Hund hinzuhängen. Zurück bleiben nur noch die Erdlöcher, welche Tina gegraben hat um sich vor der brütenden Hitze zu schützen. |
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| Zurück im Laden sagen wir noch Good Bye zu Wuschel welcher in England ein neues Zuhause bekommt. Der tapfere kleine, schwarze Welpe, welcher als Einziger von seinem Wurf übriggeblieben ist macht sich zu unser aller Freude ganz ordentlich und wir hoffen, er kämpft weiter wie bisher. |
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| 28. September - Ein 'wenig' ausspannen |
| Erster Tag alleine mit dem Linda Rudel |
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| 27. September - Dogsitting |
| Bevor Linda heute abend abfliegt, laufen wir mit dem ganzen Rudel nochmals ihre Routen ab. Es ist herrlich, mit den Tieren am Strand zu spielen und das noch warme Wetter zu geniessen. Linda erzählt mir, dass ihr Rekord mal 17 Hunde auf einmal in ihrem kleinen Auto waren... |
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| 26. September - Die Neuen |
| Claudia hat im Hundehaus gleich drei Neue junge Hunde bekommen. Die Collie-Mixe suchen ein schönes Zuhause. Am Nachmittag bringen uns Touristen einen grossen, wahrscheinlich Greyhound-Mix. Das Tier ist wahnsinnig scheu, aber keine ersichtlichen Verletzungen. Wir werden den Hund beobachten müssen und hoffen, dass er bald etwas von sich aus frisst. Dann noch ins Katzenhaus wo noch immer unzählige auf ein eigenes Zuhause warten. |
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Wir fahren noch zu Bruce Lee. Der ca. 1 jährige, hübsche Rüde konnte nicht mehr im Hundehaus aufgenommen werden und darf vorläufig bei dem Griechen, welcher ihn gefunden hat bleiben. Wir sichern dafür seine Verpflegung und behandeln seine mittlerweilen abklingende Ohrenentzündung. Das Tier muss Schlimmes durchgemacht haben, er ist ausgesprochen ängstlich. Für Bruce wäre eine Einzelperson welche viel Zeit und Geduld mitbringt ideal. |
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| 25. September - Ein schwarzer Tag |
| Die letzten Aufnahmen von Milo. Er wurde im Hafen von Souda von Jason dem grossen Schäferhund verbissen. Mit gebrochenen Rippen und einem Toraxbiss konnte ich ihn nur noch von seinem Leid erlösen und einschläfern. Machs gut Milo, ich hätte dich so gern mit nach Hause genommen. |
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| 24. September - Und wieder auf der Suche... |
| Einen Tag 'frei'.Ich mache mich heute nochmals auf die Suche nach einer grösseren, geeigneteren Bleibe für mich, meine Freundin, welche am 30. September runterkommt und Milo. Es stehen viele Liegenschaften leer, aber als Ausländer und erst noch mit Hund ist es wahnsinnig schwierig, wenn nicht fast schon unmöglich etwas zu einem vernünftigen Preis zu finden. Ich gebe die Hoffnung jedoch noch nicht auf. Wenn ich fündig werde, hole ich Bosco vom Hafen weg, den kleinen, eptileptischen Kettenhund und natürlich Tina, von Malaxa. Die Schicksale dieser Tiere lassen mir einfach keine Ruhe. Auch wenn es einem vorkommen mag, diese Arbeit sei ein Fass ohne Boden geben uns die Tiere, welche wir retten konnten die Kraft, weiterzumachen! |
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| 23. September - Daily Business |
| Keine Fotos heute, ein 'normaler' Arbeitstag, putzen, füttern, spazieren gehen, Tierarztfahrten... Wir haben den kleinen, schwarzen Hund mit dem Becken-, Beinbruch wieder zu uns zurückgeholt. Er hat natürlich immer noch starke Schmerzen und es war ein Balanceakt das Tier so behutsam wie möglich zu transportieren. Dafür können meine 5 Labrador-Welpen bald rüber in den Welpenauslauf und herumtollen. Um Platz zu schaffen, werden wir die Doggen-Mixe, welche wir Elvis und Priscilla getauft haben, rauf ins Hundehaus fahren. Dazu möchte ich doch einmal erwähnen, dass es eine organisatorische Höchstleistung ist, wie hier gearbeitet wird. |
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| 22. September - Barbarische Sitten |
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Den Vormittag verbringe ich wieder mit Linda in Souda, wir versuchen das schwarze, scheue Mädchen zu erwischen. Wir möchten sie kastrieren lassen, damit es nicht noch mehr "Hafen-Hunde" gibt und die Tiere am Ende wieder vergiftet werden. Leider haben wir heute kein Glück. Wir werden nächstens versuchen, das Tier medikamentös etwas ruhig zu stellen um sie mitnehmen zu können. Dafür schicken wir aber Bosco zur Kastration, da wir für heute ja sowieso schon einen Hund angemeldet haben.
Nach langem Rumgerenne ohne Erfolg setzen wir uns noch ein wenig zu den Hafenarbeitern, welche mit den Hafen-Hunden ganz anständig umgehen und sich heute totgelacht haben, als wir versuchten, die Kleine mit einem Fischernetz einzufangen.
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| Eigentlich habe ich mich heute Nachmittag darauf gefreut, nicht mehr viel machen zu müssen. Falsch gedacht! Claudia ruft an, wir können Tina heute zum Impfen runterholen. Alleine geht das natürlich nicht. Einen langjährigen Kettenhund plötzlich abzunehmen, in einen Bus zu stecken und zum Tierarzt zu fahren ist nicht gerade die leichteste Aufgabe, schlussendlich schaffen wir es dann aber doch und ich bin erstaunt, wie lieb das Tier sogar unter diesem enormen Stress noch ist. Wir legen ihr gleich noch eine Impfmarke an, müssen sie dann aber wieder zurückfahren. Wir hoffen, dass nächste Woche ein Platz für Tina im Hundehaus frei wird und wir sie endlich von ihrem Elend befreien können. |
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| Da wir sowieso wieder auf der Strasse nach Malaxa sind, wollen wir doch nochmals nach dem kleinen Hund, welcher mit den Ziegen läuft, Ausschau halten. Den Hund finden wir nicht, dafür machen wir eine andere, grausige Entdeckung. Ein aufgehängter Hund. Die Einheimischen glauben, wenn man einen Hund aufhängt, hält dies andere Hunde an diesem Ort davon ab, ihr Vieh zu jagen... |
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| 21. September - Souda und mehr |
| Frühmorgentliche Planung, runter zu Silke und direkt zum Tierarzt. Als ich jedoch unten ankomme, erreicht uns ein Telefonanruf, dass ein angefahrener Hund nächstens bei uns abgegeben wird. Deshalb ist Warten angesagt und ich habe mal wieder Zeit für ein paar Aufnahmen im Infoladen. |
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| Ein kleines, schwarzes Etwas wird bei uns abgegeben. Erkennbar ist eine böse Verletzung des Hinterlaufes, wir machen uns gleich auf den Weg zum Tierarzt. |
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| Unser Verdacht bestätigt sich. Komplizierter Bruch des Hinterlaufes, ein Beckenbruch und die Rute muss amputiert werden.Dann kommt auch noch Milo auf den Tisch, seine Fäden werden gezogen. Somit ist zumindest mein Hund wieder "repariert" ;) |
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| Aber jetzt doch noch eine schöne Nachricht. Sonja geht es besser und wir können sie endlich wieder mitnehmen. Nun hoffen wir, dass die Hündin baldmöglichst ausfliegen darf. |
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| Unser Tag ist völlig verplant, wir machen uns auf zu Christine, welche auch Pflegehunde bei sich aufnimmt und beladen das Auto mit reichlich Hundefutter. Tierfreunde aus Deutschland, welche auch selber eine private Pflegestelle betreiben haben uns angerufen, dass ihnen ein hübscher, junger Hund in die Arme gerannt ist. Wir verabreden uns mit ihnen auch gleich bei Christine, welche zugesagt hat, den Hund vorläufig bei sich aufzunehmen. |
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| Wir treffen bei Christine auf Ashley. Ein wunderschöner, junger Schäfer-Boxer-Mix. Die Hündin ist voller Energie und sehr verspielt. Auf ihrem Rücken sind noch Narben sichtbar, welche wahrscheinlich von heissem Öl herstammen. Die Wunden sind jedoch schon sehr gut verheilt. Es ist leider nicht selten, dass wir solche Verletzungen an Tieren finden. |
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| Ebenso wartet Red, die Pit-Bull Hündin, ca. 6 - 7 Monate alt, bei Christine noch immer auf ein gutes Plätzchen. Das Tier ist sehr anhänglich und verspielt. |
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| Anschliessend fahren wir zu Pflegemami Linda. Auf dem Weg finden wir einen toten Hund am Strassenrand. Silke erzählt mir, dass man gerade an der abgeschnittenen Schnur, welche als Leine diente, erkennt, dass diese Tiere mal einen Halter hatten, ausgesetzt wurden und dann orientierungslos auf die Strassen laufen wo sie dann, zum Teil sogar absichtlich, überfahren werden. |
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| Silke lädt mich bei Linda ab, damit ich die Fütterungsroute im Hafen von Souda kennenlerne. Da Linda nächste Woche nicht hier sein kann, werde ich ihre Hunde sitten und die Fütterungen im Hafen vornehmen. |
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| Erste Impressionen aus Souda wo ich mir am meisten Sorgen um den wunderschönen Bosco mache, welchen ich deshalb unter Notfälle aufliste. |
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| 20. September - Strasse des Elends |
| Claudia und ich fahren heute der Strasse nach Malaxa entlang, rauf in die Berge wo auch immer wieder Hunde angekettet und ausgesetzt werden - die Tonnenhunde von Kreta, die Ärmsten der Armen. Der Bus ist mit Futter, Wasser und Näpfen beladen und wir entdecken schon nach kurzer Zeit den ersten Notfall.
Diese Hündin hat sich tief in ein Erdloch gegraben um sich vor der brütenden Hitze zu schützen. Vor dem armen Hund liegen faulende Essensreste, welche irgendjemand irgendwann mal hingeschmissen hat. Der Hund freut sich sichtlich über unseren Besuch. Ich bin immer wieder sprachlos und gerührt, wie freundlich sich die meisten dieser armen, gequälten Tiere uns gegenüber verhalten. Aus lauter Verzweiflung hat sich die Hündin mehrfach um den Baum, an dem sie angekettet wurde, gewickelt und wir müssen sie erst wieder befreien bevor wir sie füttern können. Möglicherweise ist die Hündin trächtig, dies ist allemal ein Grund hier, ein Tier auszusetzen, in abgelegenen Gebieten anzuketten und verhungern zu lassen. Auch sie können wir nicht mitnehmen, es bricht uns fast das Herz das liebe Tier an der befahrenen Strasse zurücklassen zu müssen, aber es warten noch andere. Wir versuchen, die Hündin schnellstmöglich vermitteln zu können und beschliessen, sie morgen zumindest für die notwenigen Impfungen zu holen. Dieses Tier, wir taufen sie Tina, hat nur eine Change wenn sich jemand dafür entscheidet, ihr ein schönes Zuhause zu geben.
Kurzer Film zum Anschauen >>
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Nächster Halt, ein Collie- und ein Dobermann-Mix. Wir haben vernommen, dass der Besitzer angeblich eine Gefängnisstrafe absitzt und zumindest eines der Tiere wohl einen "offiziellen" Halter habe. Aber hier ist es schwierig herauszufinden, welche Tiere wirklich jemandem gehören. Der Dobermann ist sehr verängstigt und wir müssen vorsichtig an die Tiere herantreten um gefährliche Situationen zu vermeiden. Auch sonst ist es für uns in diesen abgelegeren Gebieten nicht ungefährlich. Einen Hund mitzunehmen, welcher "jemandem gehört", wird als Diebstahl angesehen. Meine Kamera wird bei vorbeifahrenden Autos vorsorglich immer wieder verdeckt um Konfrontationen mit den Ansässigen zu vermeiden. |
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Plötzlich entdecken wir zwischen den hier überall weidenden Ziegen einen kleinen Welpen. Wir versuchen, an das Tier heranzukommen aber wir haben keine Change. Der Kleine ist zu verängstigt und läuft uns mit einem riesigen Sicherheitsabstand immer wieder davon. Ausgesetzte Tiere bleiben oft noch tagelang an der Stelle, wo ihr Halter sie abgeladen hat und warten treu auf dessen Rückkehr... nur kommt hier sicher niemand mehr... erst halbverhungert, verdurstet und orientierungslos gehen diese Tiere ihre eigenen Wege. Hier, in den abgelegenen Gebieten, haben diese Tiere jedoch absolut keine Change zu überleben. Wir stellen Wasser und Futter hin und hoffen, dass die Ziegen nicht alles wegfressen.
Mehr können auch wir nicht ausrichten.
Wir können nicht alle retten!
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| Nächster Stopp, ein kleiner, halbverhungerter Rüde, gleich gegenüber ein Rottweiler Mädchen. Der Kleine frisst uns vor lauter Freude über unseren Besuch fast auf. Plötzlich schwankt der kleine Hund, fällt bewegungslos auf die Seite und uriniert unkontrolliert. Hier haben wir es eventuell mit einem eptileptischen Anfall zu tun oder einer Staupe Infektion. Mit Hundekrankheiten sind wir sehr vorsichtig, verwenden immer reichlich Desinfektionsmittel und Chlor, damit wir unsere Tiere nicht auch noch mitanstecken.
Der Kleine scheint ja einen Besitzer zu haben, es steht eine Blechbüchse mit "Wasser" da. Der "Wasserzustand" drüben beim Rottweiler ist kein bisschen besser...
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Der Rotti hat eiternde, infektiöse Wunden an beiden Ohren. Ein möglicher Parasitenbefall. Der Hund kratzt sich ununterbrochen.
Auch hier... wir können momentan nur zufüttern und... zufahren...
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| 19. September - Ein grosser Tag für einen grossen Hund |
| Unser Tag beginnt mal wieder sehr früh am Morgen. Samson hat das Glück, gleich zusammen mit seinem "Pflegepapi" nach Düsseldorf, Deutschland fliegen zu können, wo wir für ihn schon einen Tierheimplatz organisiert haben. Samsons "Pflegemami", Ingrid, fällt der Abschied sichtlich schwer. |
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Bei einer kurzen Verschnaufpause legt sich mir dann auch gleich der "Flughafenhund" zu Füssen. Irgendwie scheine ich auch immer mehr wie ein Magnet auf die Tiere zu wirken ;) |
| Auf der Rückfahrt vom Flughafen laden wir bei Joy, welche auch Pflegetiere bei sich aufnimmt, noch zwei Boxen ab, da heute Abend ein paar ihrer Kleinen abfliegen werden. Es ist schön zu sehen, wieviele in Chania lebende Ausländer aktiv im Tierschutz mithelfen und Tiere bei sich Zuhause aufnehmen, bis wir ein geeignetes Plätzchen für sie finden. Natürlich fällt es den "Pflegefamilien" oft sehr schwer sich von den Tieren zu trennen und einige bleiben schlussendlich für immer bei ihren "Pflegefamilien". |
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| 18. September - Verlust |
| Ich fasse mich kurz, da mir eigentlich gar nicht nach Schreiben ist. Wir haben gestern Nacht eines der Labradorbabies und vier der ganz Kleinen verloren. Mit Verlusten muss man hier zwar immer rechnen, aber leicht fällt es mir deswegen trotz allem nicht. |
| 17. September - Abschied |
Heute verabschiedeten wir uns von Chicco, welcher nun auch schon ein Weilchen in Silkes Laden wohnte. Er bekommt ein neues Zuhause in Deutschland.
Ein wenig Zeit zum Spielen mit der süssen Katze ohne Augen nehme ich mir nebst der ganzen Hektik aber doch noch. |
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Als wir uns ausnahmsweise mal eine Pause gönnen, kommt Claudia mit einem Nofall vorbei. Nun, wenn es eilt wird improvisiert und die ersten Checks gleich an Ort und Stelle durchgeführt. Das Tier wurde angeschossen, wie es aussieht, hat der Vogel jedoch keinen Flügel gebrochen und gute Changen. |
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| 16. September - Ausschlafen |
| Milo und ich sind hundemüde und schlafen zum ersten Mal richtig aus! Am Nachmittag gehts noch schnell zum Tierarzt wo wir auf Claudia und 6 Hundis treffen welche bereit zum Ausfliegen sind. Milo wird nun gechippt und ist somit ganz offiziell mein Hund. Tja, war wohl absehbar, dass ich ihn nicht mehr so einfach hergeben würde. ;) |
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| 15. September - Vollgas |
| Der Tag fängt früh an, um 7.45 holt mich Claudia ab, ich will heute unbedingt rauf ins Hundehaus und auch noch einen Abstecher zum Katzenhaus machen. Die Fahrt vom Zentrum von Chania bis in das abgelegenere Gebiet dauert Rauf und Runter eine gute Stunde. Oben angelangt begrüsse ich natürlich zuerst alle freundlichen Vierbeiner und schiesse ein paar Schnappschüsse: |
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Zu dieser kleinen Fotostory mit Milo, welcher natürlich wieder mit von der Partie beim Besuch im Hundehaus war sage ich nur:
Er kam,
... "sah"...
...und siegte!
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| E.T. und Pelvis, welcher ist wohl E.T. ;) ? |
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Diese süsse Hündin hat den Spitznamen "Giftmama". Nicht ohne Grund, die Kleine ist leider vergiftet worden und alle ihre Welpen sind, nachdem sie von der vergifteten Muttermilch getrunken haben, eingegangen. Die tapfere Hündinhat jedoch um ihr Leben gekämpft - und gewonnen. Meistens überleben die Hunde die hochdosierten Köder nicht, leider kein Einzelfall auf Kreta. |
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Ein Notfall kommt telefonisch rein, wir rücken sofort aus. Ein Schäfer wollte seinen Hund erschiessen, da er für das Eintreiben der Tiere anscheinend nichts tauge. Tierliebe Anwohner haben den Hund vorläufig bei sich aufgenommen, wir fahren hin um ihn beim Tierarzt chippen und impfen zu lassen. Die einzige Info die wir haben, ist, dass es ein grosser Labrador-Mix sei. Vorsorglich verstauen wir mal eine der grösseren Boxen im Bus und nehmen auch gleich ein paar grössere Halsbänder mit. Als wir ankommen, stürmt fröhlich wedelnd Samson auf uns zu... Tja, mit der Grösse und wohl eher "ein wenig" Doggeneinschlag haben auch wir nicht gerechnet... Passt jetzt das Halsband überhaupt? ;) |
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| Ab zum nächsten Tierarzt mit Samson... nur unangemeldet können wir natürlich warten. Bleibt Milo jetzt mal wenigstens 5 Minuten lang ruhig im Auto sitzen? Nein, natürlich nicht! Also kommt er halt mit in den Warteraum. Samson bleibt so lange als möglich mal in der Box, es ist schon genug Aufregung für den Hund. |
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| Samson ist ein absolut zutraulicher, freundlicher Hund, kein Wunder hatte er keine Lust auf Hetzjagd, aber für uns zwei ist es Schwerstarbeit, das Tier ins Auto aus der Box und zum Tierarzt zu tragen. Sobald wir ihn auf der Waage haben, wissen wir dann auch warum ;) |
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| Standardprogramm bei Tierarzt, erst mal Altersbestimmung, wir bekamen die Info, dass das Tier ca.1 Jahr alt ist. Gemäss Abnützung der Zähne wäre Samson aber schon 3-4 Jahre meint der Tierarzt. Viele Hunde hier werden jedoch nur an Ketten gehalten und mit Knochen gefüttert. Aus lauter Langeweile kauen die Tiere daran herum und die Gebisse werden viel stärker Beansprucht und die Zähne viel mehr abgenützt. Dann gleich mikrochippen und impfen. Samson bleibt ruhig und mehr oder weniger gelassen, darüber sind auch wir sehr froh, denn einen 40 Kilo Hund unter Kontrolle zu halten wäre dann doch nicht die leichteste Aufgabe gewesen. |
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| Dann fahren wir doch noch rauf ins Katzenhaus, das erste was ich sehe ist jedoch ein grosser, schwarzer Schäferhund namens Puschkin, welcher imposant das Eingangstor beschützt, geht das gut mit Milo? Hier ein paar Impressionen: |
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Diesen wunderschönen Perser hat sich Eleni, die Tierpflegerin schon für sich selbst reserviert und wird den Kater mit zu sich nach Hause nehmen. |
| Wir fahren wieder runter nach Chania zu Silke, um nachzuschauen, was dort wieder alles an Arbeit angelaufen ist. Ich übernehme gleich nochmals das Füttern aller jetzt 11 Babies und freue mich sehr, zu sehen, dass meine Labrador-Mixe schon anfangen selbständig zu fressen. Ganz langsam können wir nun damit beginnen, sie von der Flasche zu entwöhnen. Naja, zumimdest für Silke ein paar Minuten mehr Nachtschlaf... Dafür stehen wir mit den neuen 5 Kleinen wieder ganz am Anfang. |
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Da der kleine Grosse aus der Karantäne uns immer noch Sorgen macht, fahren wir am Abend mit ihm zum Tierarzt. Er muss unbedingt an Gewicht zulegen. Der Kopf ist momentan das Grösste an dem schönen Hundchen.
Der Tierarzt kann nach einem Check nichts finden und rät uns, sein Fressverhalten weiterhin gut im Auge zu behalten und einen Leishmaniose Test durchzuführen. Als wir ihm jedoch von unserem Essen abgeben, frisst er ganz ordentlich. Hat sein Hungerstreik vielleicht mehr psychische Ursachen? Wir beschliessen, ihn in nächster Zeit abseits von der Meute in Ruhe fressen zu lassen, hoffentlich schlägt unsere Strategie an, es wäre nur allzu schade um den Hund.
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| Da Sonja mittlerweilen beim Tierarzt auf der "Intensiv" ist, besuchen wir sie natürlich auch gleich. Ihr Bein ist mittlerweilen dick angeschwollen. Sie macht einen schlimmen Eindruck, freut sich aber wie immer riesig über unseren Besuch und steht sogar noch für uns auf. Der Tierarzt tippt auf Ablehnung des Materials und es entwickelte sich eine eitrige Entzündung, welche nochmals gereinigt werden musste. Für den Rest das Abends schweifen unsere Gedanken immer wieder zu der lieben Hündin! |
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Auf dem Rückweg nehmen wir gleich einen noch schlafenden, kastrierten Hund mit, welcher wieder ins Hundehaus kommt. Für heute machen Claudia und ich Feierabend, da wir einen riesigen Heisshunger haben und wir auch schon wieder 12 Stunden nonstop auf den Beinen waren. Silke ist noch gar nicht zurück von Heraklion und wenn sie ankommt, wird sie sich auch zuerst um die Babies kümmern müssen. Beim Essen lassen wir den Tag nochmals Revue passieren, das empfinde ich als sehr wichtig, da all die vielen Eindrücke und der permanente Druck so ein wenig besser verarbeitet werden können. |
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| 14. September - "Etwas" ruhiger heute |
Der Tag fing nicht schlecht an, ich habe etwas ausgeschlafen, da ja die Welpen wieder bei Silke sind und bin dann noch am Vormittag umgezogen. Das neue Appartment ist ok, ich habe genug Platz und kann es bis zum Ende des Projekts anmieten. Milo scheint es auch zu gefallen. Vorallem das grosse Doppelbett ;) Gut, dass war mein Fehler, dass ich ihn überhaupt erst ins Bett gelassen habe, aber was solls, ist halt ein Schmusehund - der alte Kläffer ;)
Ich komme mal erst am Nachmittag zum Infoladen. Claudia ist auch schon da und Silke gibt den Kleinen die Flasche. Sie ist natürlich total fertig nach der ersten Nacht mit den ja jetzt 11 Welpen nebst all der anderen Arbeit. |
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| Nachdem ich mal wieder durchschlafen konnte und auch bedeutend bessere Laune habe, übernehm ich den Rest noch und Milo verhält sich mittlerweilen in Gegenwart der Babies wie ein Engel. |
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Wir beschliessen zusammen Pizza essen zu gehen. Bei dem Job vergisst man gerne mal selbst zu essen, auch mir fällt ein, dass ich ausser Kaffe heute noch gar nichts in den Magen bekommen habe. Die Reste nehmen wir natürlich für die Hundis mit, aber schon auf dem Rückweg sehen wir einen ausgehungerten Streuner. Wir halten schnell an und Claudia wirft ihm unsere Essensreste hin. Mitnehmen können wir ihn leider nicht - wir haben wie immer überhaupt keinen Platz für zusätzliche Tiere :( |
| Als wir wieder zurück sind besuche ich nochmals die Tiere in der Karantäne, dort sitzen immer noch ein paar Sorgenkinder welche mir ziemliches Kopfzerbrechen bereiten. Aber es ist auch dringend wieder mal an der Zeit für eine Knuddelrunde. |
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Soja, einer unserer Notfälle, leidet still vor sich hin. Sie kommt momentan nicht mal aus der Box raus und muss auch erst wieder langsam zugefüttert werden, da die Hündin wegen ihrer Fraktur wohl schon tagelang auf der Strasse gelegen hat und fast verhungert ist. Vielleicht muss hier mal noch erwähnt werden, dass ein solch komplizierter Bruch nur durch Fremdeinwirkung entstehen kann. Klartext, der Hund wurde entweder aufs Schlimmste misshandelt oder angefahren und dann einfach liegengelassen... |
| Einer der Doggenmixe macht mir auch richtig Sorgen, seit er bei uns ist hat er ständig an Gewicht verloren. Wir können das nur im Auge behalten, ein Blutcheck, welcher normalerweise angebracht wäre, ist hier unten aus finanziellen Gründen erst gar nicht möglich. |
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| In der Arche findet wirklich jedes verletzte Tier einen Platz und es wird alles mögliche versucht, um die Tiere wieder hinzukriegen. So auch diese Taube und der Raubvogel. |
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| Nun, die Updates dieser Homepage machen sich nach diesen harten Arbeitstagen auch nicht von selbst aber da ich jetzt einen Assistenten habe, kann ich mich ja beruhigt zurücklehnen ;) |
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| 13. September - Wohin? |
| Ich hatte eine angenehme Nacht ;) Eine riesige Kakerlake ist über mich rübergedüst, während ich im Bett lag und zu allem Elend hab ich jetzt die Flöhe, dafür meine Viecher nicht mehr.. schön! Als ich das erste Mal mit Milo rausging, fängt mich gleich die Vermieterin ab, nun, wie vermutet, bin ich ab morgen raus aus dem Appartment, es hat Reklamationen gegeben. Das war schon klar. Also, Silke anrufen, die Babies kommen zurück, sie ist natürlich alles andere als erfreut darüber, da sie schon lange mehr als genug Arbeit hat. Ich muss mir dringend ne neue Bleibe suchen, das wird nur schon mit Milo kein Leichtes! Also runter zum Laden, meine Nerven liegen blank, erneut die Babies füttern und dann wollte ich eigentlich abdüsen, mir ein neues Zimmer suchen. Plötzlich kommt eine verheulte Touristin rein mit einer Kameratasche. Was ist denn los? Sie macht den Deckel auf und 5 Welpen quieken uns entgegen. Sie habe die Kleinen in ner Mülltonne gefunden, da sie dem Schreien nachgegangen ist. Wir sind wie versteinert!! Silke heult los und meint nur, Wohin denn jetzt auch noch mit denen? Wir haben bald keine Möglichkeit mehr, als alle Welpen einschläfern zu lassen... Ich könnte auch gleich auf der Stelle losheulen, vor lauter Wut über die Arschlöcher, welche ihre Puppies einfach in den Müll werfen aber niemals ihre Tiere kastrieren lassen würden, über das unglaubliche Elend der Tiere hier unten und natürlich auch, weil ich mittlerweilen mehr als übermüdet bin. Ich packe Milo und muss raus! Auf der Suche nach einer neuen Bleibe denk ich nur so bei mir: Wenn man hier unten Tierschutz macht, muss man entweder total bescheuert sein, oder ein Masochist... |
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| 12. September - Ich hab Kopfschmerzen - aber nicht vom Uso ;) |
Nach einer Horrornacht hab ich nur noch Kopfschmerzen. Ich frag mich, wie lange es dauert, bis ich aus dem Appartement geschmissen werde. Die Kleinen sind laut und nicht gerade geruchlos und ich wohne in einem der "besseren" Touri-Viertel hier in Chania. Nun freu ich mich auf meine 2h Schlaf.. aber, Silke ruft mich an, ich muss mit dem kleinen, verosteten Panda mit zum Tierarzt fahren, wir haben heute viele Hunde welche dringend zum Impfen müssen und alle anderen Autos sind schon voll. Autofahren in Chania ist der reinste Selbstmord, mit einem alten Panda ohne funktionierende Blinker und Milo auf dem Beifahrersitz der mich dauernd zukläfft, erst recht, aber ich habs trotzdem geschafft. Silke und Claudia bereiten beim Tierarzt schon mal die Papiere für die Ausfuhren vor.
Dann doch noch ein schönes Ereignis, Touristen haben sich in dieses süsse Hundchen verliebt und nehmen den Welpen gleich heute mit nach Deutschland.. Phuu.. einer weniger.. |
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| 11. September - Schlaflos in Chania |
| Ich habe definitiv nie so gut und tief geschlafen wie das kleine Bündel in der Box. Die Babies sind supersüss, aber ich hüte mich davor, ihnen schon Namen zu geben, mit 3 Wochen sind sie definitiv noch alles andere als über den Berg. Alle 3 Stunden ist Füttern angesagt. Milch wärmen, Box putzen, Babies putzen... Bis ich mit dem letzten fertig bin, bleiben mir noch 2 Stunden bis der erste schon wieder schreit. Hab mich dann auch noch entschlossen, die Kleinen zu Baden, da sie völlig verdreckt bei uns angekommen sind. Milo schlägt sich tapfer, verhält sich ruhig und steht immer mit mir auf wenn wir die Babies füttern. Als ich die 2 Stunden um Mitternacht rum für einen Uso nutzen wollte, tickte der Kleine jedoch wegen einer läufigen Hündin die vorbeilief völlig aus. Der hat den ganzen Tisch an dem ich ihn angebunden hab umgeschmissen und ich konnt ihn gar nicht mehr beruhigen... Mein schöner Uso auf den ich mich so gefreut hab. Und auf Verständis zu hoffen, weil man einen kläffenden Hund dabei hat, das kann man hier gleich vergessen. So konnt ich die Bar mitsamt Kläffer gleich wieder verlassen, zurück zu meinen schreienden Babies! Hier einfach mal ein paar Impressionen. |
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Und sofort einpennen nach dem Fläschchen ;) |
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| 10. September - Alltag |
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Ich und mein kleiner, schwarzer Hund, Milo, haben die Nacht recht gut überstanden, er war erstaunlich ruhig (als er sich zu mir ins Bett gekuschelt hat ;), Milo entpuppte sich als richtiger Schmusehund - wer hätte das gedacht ;). Problem nur, ich kann ihn nicht alleine im Appartment lassen, weil er sonst durchkläfft, also kommt Milo ab jetzt halt immer überall hin mit, bis wir eine Lösung gefunden haben. Bald aber merke ich, dass nebst der Kläfferei noch andere Hürden auf mich zukommen. Ich kann nicht in Ruhe essen, der Kleine flippt förmlich aus. Ein riesen Problem sind auch die vorbeilaufenden Streuner, welche er ankläfft und sich fast nicht mehr beruhigen lässt. Mal sehen, ob ich das einigermassen in den Griff kriege, seine Kastration ist ja auch erst eine Woche her. Aber was soll man auch anderes von einem alten Streuner erwarten, welcher sein ganzes Leben auf Chanias Strassen verbracht hat. Wir haben zumindest schon eine mögliche Flugpatenschaft für Milo in Aussicht. |
| Kurzer Abstecher mit Silke zum örtlichen Zoohandel, wir brauchen dringend noch mehr Boxen um Tiere mit Flugpaten mit nach Deutschland auszufliegen. Nach gutem Zureden, lenkt der Besitzer ein, und stellt wenigstens einen Stein zum draufkrabbeln in das kleine Becken der Schildkröten und füllt Wasser ein - schliesslich ist Silke ja eine seiner besten Kundinnen. Was der Kaiman im Schaufenster soll, haben wir nicht richtig rausfinden können. Das Tier seie ihm gebracht worden. Ratlosigkeit auf beiden Seiten. Silke gibt ihm die Nummer eines Tierparks, vielleicht können die ihm ein artgerechtes Plätzchen geben. Ansonsten wird das arme Tier unter diesen Umständen wohl bald eingehen. |
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| Die Ereignisse überschlagen sich. Kaum zurück werden 6 kleine Welpen abgegeben. Eigentlich ist gar kein Platz, die kleinen Labradormixe sind ca.3 Wochen alt, das bedeuted, alle 3 Stunden die Flasche. Das ist ein riesiger Aufwand neben all der restlichen Arbeit. Ich beschliesse, die Kleinen vorläufig auch noch mit zu mir zu nehmen, aber bis am Abend bleiben sie mal in der Box. Und schon kommt eine Griechin, welche ein Kätzchen abgibt, angeblich sei es ihr zugelaufen, wahrscheinlicher ist, dass es wohl vom eigenen Wurf übrig geblieben ist. Auch dieses nimmt Silke noch auf. |
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| Ich düse noch rüber in die Karantänestation, die Tiere "besuchen". Wir versuchen unser Bestes aber es ist einfach zuviel. Es fehlt an Geld und Zeit. Erste Frustrationen, Überforderung und Hilflosigkeit machen sich bei mir bemerkbar. Und die kommenden Nächte mit den kleinen Welpen stehen mir ja erst noch bevor... |
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| 9. September - Unerwartets Wiedersehen |
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Der kleine, schwarze Hund von gestern steht wieder vor der Tür! Dann hat er also doch kein Zuhause. Verzweifelt wirft Silke die Hände über dem Kopf zusammen und der Kleine fängt schon wieder fröhlich an zu kläffen. Schlussendlich beschliesse ich, den Hund mit zu mir in die Pension zu nehmen, da er ja unmöglich im Tierheim bleiben kann. Vorsorglich wird er nochmals mit Antiparasitenspray eingesprüht und ich bin erstaunt, wie leicht er sich an die Leine nehmen lässt und neben mir her läuft. Im Appartment angekommen, stelle ich den verdreckten Hund erst mal unter die Dusche. Ich bekomm natürlich mehr Wasser und Shampoo ab als der Hund. Als er mir entwischt, rennt er aus dem Bad und... springt aufs Bett und wälzt sich schnaubend auf den weissen Laken ;) Vielen herzlichen Dank, somit hat sich das Abtrockenen von alleine erledigt! |
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| 8. September - Erster Einsatz |
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Der kleine, schwarze Pekinesen-Mix ist mein erster Einsatz. Er wurde verletzt in einem Stacheldraht gefunden. Nach 2 Wochen Pflege und Näharbeit beim Tierarzt, muss der Kleine wieder zurück auf die Strasse. Wir sind alle sehr traurig, dass wir keine andere Lösung für das schon alte Hundchen finden können, aber der Kleine ist ein Kläffer und kann gar nicht mit anderen Hunden. Da das Tierheim in Chania von den Einheimischen nur mit Widerwillen akzeptiert wird, wäre ein kläffender Hund, welche die ganze Meute ansteckt schlicht und einfach nicht tragbar. Deshalb setzten wir ihn da aus, wo er gefunden wurde und er läuft fröhlich wedelnd davon. |
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Als wir zurück sind, ist ein kleines Kätzen angekommen. Mich trifft fast der Schlag! Die Hinterläufe der Kleinen scheinen gebrochen zu sein, aber damit nicht genug. Das Kätzchen wurde in Leim getaucht. Das Fell ist total verkleppt. Nach der Schienerei beim Tierarzt steht uns noch wochenlange Arbeit bevor, um das Fell wieder sauber zu kriegen. Wir beschliessen, dass die Kleine ironischerweise Patex getauft wird. |
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| 7. September - Erste Eindrücke |
| Auf gehts zum Tierheim. Erst muss ich mich in dem Strassen-Wirr-Warr von Chania zurecht finden, bis ich dann endlich beim Infoladen ankomme. |
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Ich betrete den Infoladen und kämpfe mich durch all die Tiere, welche mich freundlich begrüssen, durch. In jeder Ecke, jedem Winkel ist ein Käfig. Wie sich dann herausstellt, ist dies nicht nur Silke's Büro, es ist auch ihr Zuhause. Sie schläft inmitten all der Tiere, da die Karantäne sowie das ausserhalb liegende Hunde- und Katzenhaus aus allen Nähten platzen. |
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Die meisten der hier lebenden Tiere haben im Infoladen ihr definitives Zuhause gefunden und bleiben. Viele hat Silke selbst von Hand aufgezogen und kann sich von ihnen nicht mehr trennen. Auch so Baby, der hübsche belgische Schäferrüde, welcher geduldig all die Welpen und Kätzchen auf sich rumturnen und an sich rumzerren lässt. |
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| Auch das zutrauliche Frettchen Bruno ist hier zuhause. Wie es aussieht, versteht es sich sogar mit den Kätzchen und die Tiere spielen zusammen. |
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| Natürlich treffe ich auch wieder Maus, welche hier trotz ihrer "Grösse" definitiv die Frau im Hause zu sein scheint und es sich auf dem Chefsessel bequem macht. |
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| 6. September - Umgebung erkunden |
| Meine Strasse |
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| Der Hafen von Chania |
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| 5.September - Ankunft in Heraklion |
Silke holt mich zusammen mit Maus ab. Maus ist eine süsse Rehpinscherdame, welche lieber rumgetragen wird, als auf ihren eigenen Stelzen zu trippeln ;)
Erstes Rumgerenne, wo kommen meine Hundeboxen und die ganzen Sachspenden an?
Als wir endlich draussen bei den ganzen sperrigen Frachtgütern angelangt sind, sehe ich schon die ersten streunenden Katzen. Silke füttert noch schnell die Katzen und dann fahren wir los.
In Heraklion selbst, dann ein kurzer Zwischenstopp, wir haben eine kleine, halbverhungerte Katze gesehen, das Einfangen ist ein wahrer Marathon, aber dann haben wir sie und nehmen sie auch gleich mit. Auf der ca. 2 stündigen Fahrt bis nach Chania gibt es mehr als genügend Gesprächsstoff. Bevor ich mein Zimmer beziehe gönnen wir uns noch ein kühles Bier und Maus schläft friedlich in meinem Arm ein. |
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