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Osterspecial

Frohe Ostern - auch für Tiere?

  Bald kommt er wieder, der Osterhase. Er saust durch Gärten, versteckt für die Kinder emsig Osterleckereien und bringt Freude in kleine und grosse Herzen. Und schon jedes Kind weiss: Häschen wollen hoppeln, springen, Haken schlagen. Doch die Realität sieht meist anders aus. Sei es für die Kaninchen, welche zur Fleischproduktion als Zucht- oder Masttiere gehalten werden oder für diejenigen, die in Laboren als Versuchstiere leben müssen.
Die geselligen Tiere fristen oft ein trostloses Dasein, lebenslang isoliert in engen Drahtkäfigen und oft unter Schmerzen. Auch diejenigen, die bei Hunderttausenden von Hobbyzüchtern gehalten werden, führen vielfach ein tristes Leben. Selbst als Heimtiere und Spielkameraden für Kinder können sie ihre Verhaltensweisen nur selten ausreichend ausleben, da sie oft alleine und in viel zu kleinen Käfigen in Kinderzimmern gehalten werden.
 

Damit an Ostern genügend Eier in den Verkaufsregalen stehen, produzieren derzeit besonders viele Hühner Eier. Nach dem Geschäft mit den Ostereiern haben die Hühner als Legehennen ausgedient und können nicht mehr gebraucht werden. Denn je älter das Huhn ist, desto dünner ist die Eierschale und desto grösser sind die gelegten Eier – das Huhn rentiert nicht mehr.
Wirtschaftlich noch uninteressanter sind männlichen Küken, welche ja bekanntlich keine Eier legen. In der Schweiz werden jährlich rund 2 Millionen Küken - welche stolze Güggeli hätten werden können - gleich nach der Geburt aussortiert und getötet, um geschreddert als Tierfutter oder als Biomaterie in Gas-Anlagen zu enden.

Auch dieses Jahr müssen in der Schweiz nach Ostern wieder rund eine halbe Million Hühner sterben. Egal, ob aus Biohaltung oder nicht.


Timeline Bericht Hühner als Wegwerfware: 05:50 / 34:01

Timeline Bericht Importeier zu Ostern,So schockierend ist die Tierhaltung: 06:00 / 33:45
Keine Importeier! Bitte beziehen Sie Eier direkt von lokalen Bauern. Fragen Sie nach: Sicherlich dürfen Sie sich auch die Haltung ansehen und sich selbst davon überzeugen, wie die Tiere leben. Besser direkt zu ansässigen Bauern als im Grosshandel einkaufen.
 

Auch das Osterlamm hat eine lange Tradition. Lammfleisch zu essen soll die Gläubigen zum Fest der Auferstehung an Jesus - das Lamm Gottes - erinnern.
Ein Lamm schreit auch nicht, wenn man ihm Schmerzen zufügt. Vermutlich taucht es mitunter auch deswegen im alten und neuen Testament immer wieder auf, denn Jesus Christus hat am Kreuz auch nicht geschrien.
Die Schweizer Produktion und der Import halten sich beim Lamm ungefähr die Waage. Circa 42% des Lammfleisches wird vor Ostern eingeführt, vor allem aus Neuseeland und Australien. Schaf- und Lammfleisch sind beliebt, in den letzten 40 Jahren hat sich der Konsum in der Schweiz verdreifacht und liegt heute bei ca. 1,3 Kilogramm pro Jahr und Kopf. Vor Ostern steigt die Schlachtungsrate von Schafen und Lämmern beträchtlich an. Das Leben vieler dieser Lämmer beginnt damit, dass sie gleich nach der Geburt von der Mutter getrennt werden und nach nur wenigen Wochen ihren letzten Gang in den Schlachthof antreten müssen.
 
Das traditionelle Karfreitagsgericht besteht auch heute noch aus Fisch, da man ursprünglich im Angedenken an Jesus Christus an diesem Tag ausnahmesweise mal auf Fleisch verzichtet.

Doch über die Auswirkungen des Fisch-Essens machen sich nur wenige Gedanken, denn Fisch ist nicht nur zu Karfreitag im Trend.
Unsere Meere sind bald leergefischt, deshalb kommt ein wachsender Teil der Speisefische aus Zuchtanlagen. Auch diese sind alles andere als unproblematisch für unsere Umwelt. Zudem ist heute bekannt, dass Fische fühlende Lebewesen sind, aber bei zugefügten Schmerzen aufgrund ihrer Physiologie stumm bleiben.
 
Natürlich geht es auch anders, im Internet finden Sie unzählige tolle und tierleidfreie (Oster-)Rezepte. Rezepte ansehen >
 
 
Unsere Basteltipps:


Toneier - Kein Backen oder Brennen nötig

Zutaten:
1 Tasse Maisstärke
1 1/4 Tassen kaltes Wasser
2 Tassen Backnatron
Geben Sie die Stärke, das Wasser und das Backnatron bei mittlerer Hitze in einen kleinen Topf und rühren Sie für ca. 4 Minuten. Die Mischung sollte die Konsistenz von cremigem Kartoffelpüree haben. Geben Sie dann nach Wunsch die Lebensmittelfarbe hinzu. Nehmen Sie den Topf von der Hitzequelle, geben Sie den Inhalt auf einen Teller und bedecken Sie alles mit einem feuchten Tuch. Lassen Sie die Masse abkühlen. Wenn der Ton ausgekühlt ist, kneten Sie ihn wie einen Teig. Sie können ihn dann in einem luftdichten Behälter aufbewahren oder den Ton zu Eiern formen und diese trocknen lassen. Wenn sie getrocknet sind, können Sie die Eier bemalen.

Papier-Eier


Um Eier aus Papier-Mache herzustellen, brauchen Sie Luftballons, Zeitungen (in 2.5 cm breite Streifen gerissen oder geschnitten), eine Papier-Mache Mischung und Farbe.
Bedecken Sie einen Tisch mit Zeitungen, einem alten Tischtuch oder etwas anderem, das ruhig dreckig werden kann. Blasen Sie einen Luftballon auf und befestigen Sie ihn mit Klebeband an dem abgedeckten Tisch. Tunken Sie Zeitungsstreifen in die Papier-Mache Mischung und legen Sie sie vorsichtig auf den Luftballon. Legen Sie weitere Streifen darauf, bis sich diese überlappen und der Ballon gut abgedeckt ist. Wiederholen Sie diesen Prozess mit so vielen Luftballons, wie Sie möchten. Lassen Sie sie über Nacht trocknen. Sobald die „Eier“ getrocknet sind, können Sie sie anmalen.

Zutaten:
6 Tassen Wasser
3/4 Tasse Mehl
4 bis 5 EL Zucker

Bringen Sie 3 Tassen Wasser in einem grossen Topf zum Kochen. Vermischen Sie das Mehl und die restlichen 3 Tassen Wasser in einer mittelgrossen bis grossen Schüssel. Geben Sie die Mehlmischung unter ständigem Rühren mit in den Topf und bringen Sie alles noch einmal zum Kochen. Nehmen Sie den Topf von der Hitzequelle und geben Sie den Zucker hinzu. Wenn die Mischung abgekühlt und angedickt ist, können Sie sie verwenden.






Veröffentlicht am:
19:21:52 15.03.2014

Autor:
Claudia Schärer